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BLM erschließt Potentiale durch HbbTV-Plattform

10.10.2012


Die bayerische Landesmedienanstalt (BLM) hat vor einigen Monaten den Nutzen von HbbTV® analysieren lassen. Offenbar bestätigt durch die positiven Ergebnisse, wurden nun erste Konsequenzen daraus vorgestellt. Wie die BLM bereits durch Goldmedia hat feststellen lassen, steht IPTV eine große Zukunft bevor. Damit verbunden wird auch der smarte Standard HbbTV® großflächig den Einzug in die Wohnzimmer feiern. In 2016 ist jeder zweite Haushalt auch über den Flachbildschirm mit dem Internet verbunden, so die Prognose. Insgesamt ist dann mindestens in jedem dritten Haushalt ein HbbTV-Gerät vorhanden. Doch neben den bekannten Features, wie dem HD-Videotext und den Mediatheken, erhalten dadurch auch bisher lokal begrenzte Sender erstmals Zugang zu einem breiten Publikum.

Gezielte Förderung von Nischenprogrammen
Die BLM möchte nun die Ausstrahlung der lokalen Sender durch ein HbbTV-Portal unterstützen. Eine Hybrid-Lösung aus Satellitenübertragung und Breitbandanschluss transportiert dabei die Inhalte zum Verbraucher. Als Smart-TV, mit den bekannten Vorteilen, werden dann lineares Fernsehprogramm und interaktive Inhalte kombiniert. Was bislang unwirtschaftlich war, kann nun bundesweit angeboten werden. Die gesteigerte Reichweite kommt im Einklang mit einer nahtlosen Verlängerung der Fernsehwerbung. Eine solide Refinanzierung, verbunden mit dem Schreiben von schwarzen Zahlen, macht so die nationale Ausstrahlung von Spartenprogrammen attraktiv. Das Engagement der BLM ist dabei wenig verwunderlich. Zu den festgeschriebenen Aufgaben als Anstalt des öffentlichen Rechts, gehören unter anderem die technische Verbreitung, Programmförderung und Programmforschung im Bereich TV. Das dabei sachgerecht und zeitnah auf eine junge Technologie wie HbbTV gesetzt wird, ist begrüßenswert. Das Konzept der Plattform ist ein vielversprechender Ansatz, der nun allerdings durch konkrete Taten weiter vorangetrieben werden muss.

Etablierte und alternative Übertragungswege für verschiedene Budgets
Eine "kleinere Suppe", die dennoch ein Bestandteil des Menüs ist, kocht dagegen Hofmeir Media. Für Sender, die bewusst weniger als 10.000 erreichen, kann sich die reine Konzentration auf Streaming lohnen. IPTV und Web-TV heißt hier die günstige Alternative zu Kabel und Satellit. Eine Nummer größer ist wohl die Dienstleistung von SmartCast. Kleine und regionale Anbieter bekommen hier beispielsweise Tools zur Programmplanung in die Hand und finden wahlweise Verbreitung über Satellit, Kabel und Netz. Durch die hohe Flexibilität und die Nutzung von Einsparpotentialen, sollen die Kosten dennoch überschaubar bleiben.

 




Quellen: PROdigitalTV, BLM